Aktivitäten zum Mitmachen

Andachten

Der Mensch hat nicht nur körperliche, sondern auch spirituelle Bedürfnisse.

Im Gebet wendet er sich Gott zu und seine Seele erhält geistige Nahrung. Für die Bahá’í gehören Beten, Meditieren und regelmäßiges Lesen in den heiligen Schriften zum täglichen Leben – sei es allein, zusammen mit der Familie oder in Gemeinschaft mit anderen Menschen.

Die Teilnahme an einer Andacht ist unabhängig von der eigenen religiösen oder weltanschaulichen Überzeugung. Andachten werden meist so gestaltet, dass jeder Teilnehmer, der möchte, ein Gebet oder einen Text aus den Heiligen Schriften der Bahá’í-Religion oder aus anderen Religionen vorträgt. Die Andachten finden in einer ruhigen, meditativen Atmosphäre statt. In einer rastlosen Welt sind Gebet und Meditation eine Oase der Ruhe, Besinnung und Spiritualität. Oft ergeben sich nach den Lesungen interessante Gespräche, die über Alltagsthemen hinausgehen.

Andachten werden durch die Gemeinde oder die Teilnehmer selbst organisiert. Mit diesen offenen Andachten, die entweder im Gemeindezentrum oder privat stattfinden, möchten die Bahá’í den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und einen Raum für Spiritualität schaffen. Gebet und Meditation geben Kraft und Orientierung zum Handeln.

Kinderklassen

die Kindern durch Gebete, Zitate, Lieder, Geschichten, Spiele, Kunstprojekte und Aktivitäten helfen, geistige Eigenschaften wie Freundlichkeit, Großzügigkeit und Geduld zu entwickeln und sie in ihrem Leben anzuwenden.

Kinder sind der kostbarste Schatz, den eine Gesellschaft besitzen kann. Die zukünftigen Handwerker, Erfinder, Lehrer und Richter spielen heute auf den Spielplätzen unserer Nachbarschaft. Fast jeder hat hierzulande Zugang zu intellektueller Bildung, doch moralische Werte wie „Vertrauenswürdigkeit“, „Gerechtigkeit“ und „Selbstlosigkeit“ kommen immer öfter zu kurz. Unser Bildungssystem sieht nicht vor, dass die moralischen Grundlagen, auf denen ein gesundes Miteinander fußt, geübt und angewandt werden. Dabei sind diese Tugenden genau das, wonach eine neue Gesellschaftsordnung dringend verlangt.

In Kinderklassen können 3-11 Jährige in Gruppen von Gleichaltrigen spielen, lernen, offen ihre Gedanken teilen und ein moralisches Grundgerüst aufbauen und festigen. Anhand von Geschichten, Liedern, Spielen und gemeinsamen Aktionen lernen die Kinder eine bunte Bandbreite an Tugenden kennen. Mit Hilfe der Eltern können diese bewusst in den Alltag eingebaut und von den Kindern geübt werden. Die Kinderklassen werden ehrenamtlich geleitet von einem zwei- bis dreiköpfigen Team ausgebildeter Jugendlicher und Erwachsener.

Juniorjugendliche

Das Juniorjugendprogramm, das die sprudelnden Energien der 11- bis 15-Jährigen kanalisiert, sie dabei begleitet Antworten auf Ihre Fragen zu finden und ihnen hilft, ihre Fähigkeiten für den Aufbau einer besseren Welt einzusetzen.

Im Alter von 11 bis 15 machen junge Menschen tiefgreifende Veränderungen durch. Ihre Fähigkeit die Welt zu analysieren wächst, und sie sehen sich konfrontiert mit neuen Gedanken und Gefühlen. Während in der Gesellschaft der Trend vorherrscht, die Probleme dieser Altersgruppe hervorzuheben, verkennt man damit ihr Potential einen Beitrag zur Besserung der Welt zu leisten und nimmt ihnen die Chance, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden und festgefahrene Strukturen zu hinterfragen. Das Juniorjugendprogramm will ein Umfeld geschaffen, in dem junge Menschen ihre Fähigkeiten entdecken können, und lernen, diese zum Wohle der Gesellschaft einzusetzen. Tiefe Freundschaften erwachsen aus den Treffen und die Teilnehmer sehen sich zusehends mehr in der Lage, den Herausforderungen und Einflüssen der Welt zu begegnen.

Seit einigen Jahren engagieren sich Bahá’í-Jugendliche und ihre Freunde dafür, dass das Juniorjugendprogramm – international entwickelt und noch immer im Entstehen begriffen – mehr Juniorjugendlichen zur Verfügung steht. 15-Jährige, die das Programm abschließen, sehen sich ausgestattet mit der klaren Vision einer besseren Welt, Erfahrungen, wie man in der eigenen Nachbarschaft dazu beitragen kann, und einem tiefgreifenden Verständnis von sich selbst als Quelle der Veränderung.

Studienkreise

die allen Menschen jedweder Herkunft offenstehen und ihnen ermöglichen, gemeinsam zu erforschen, wie sie die Bahá’í-Lehren auf ihr persönliches und gemeinschaftliches Leben anwenden können und durch Dienst eine Veränderung in ihrem Umfeld bewirken können.

Der Fortschritt einer Gesellschaft verlangt nach einer Entwicklung der Individuen. Einer Entwicklung in Richtung Wahrhaftigkeit, Loslösung, Gerechtigkeit. Diese Eigenschaften zeigen sich selbstverständlich nicht im Körper, sondern in der Seele des Menschen. Aber was ist überhaupt die Seele? Wie kann sie sich entwickeln und was passiert nach dem Tod? In Studienkreisen werden diese Fragen und viele weitere beleuchtet. Gemeinsam wird nach Antworten geforscht und anhand von ausgewählten Zitaten aus den Bahá'í-Schriften ein tieferes Verständnis entwickelt. Auf ihrer Reise durch das Kursmaterial beschäftigen sich die Teilnehmer mit Themen wie geistiger und moralischer Erziehung, den Kräften, von denen Jugendliche in festem Griff gehalten werden, der Kraft des Gebets und der Bedeutung der Zeit, in der wir leben. Studienkreise stoßen so ein sich ausdehnendes Gespräch über den materiellen und geistigen Fortschritt einer Nachbarschaft an und befähigen die Teilnehmer, ihre Gedanken in gemeinsamem Handeln umzusetzen.

Das Angebot der Studienkreise ist für alle Religionen und Weltanschauungen offen.